Glücksspiel

Was kann ich machen?

Aus Scham oder weil sie das Problem verleugnen, suchen nur wenige Betroffene von sich aus Hilfe. Deswegen ist es bei Anzeichen für problematisches Glücksspielverhalten wichtig, dass das Umfeld frühzeitig reagiert. Suchen Sie das Gespräch, wenn sie sich Sorgen machen. Es ist wichtig, dass Personen aus dem Umfeld Betroffene dazu motivieren, sich an eine Fachstelle zu wenden.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einige Empfehlungen mitgeben. Diese können für Sie als Angehörige eines Glücksspielsüchtigen bei den immer wiederkehrenden Problemen im Alltag entlastend sein.

Sorgen Sie in erster Linie für sich selbst
Gerade wenn die Probleme, die durch Glücksspielsucht entstanden sind, Ihren Alltag bestimmen, denken Sie an sich und tun Sie sich etwas Gutes.

Pflegen Sie Freundschaften und Kontakte
Gehen Sie als Angehöriger eines glücksspielsüchtigen Menschen möglichst offen mit der Situation um. Reden Sir mit Menschen, denen Sie vertrauen über ihre Sorgen und Nöte.

Nehmen Sie die Probleme mit dem Glücksspiel als solche wahr
Bagatellisieren und leugnen von Problemen mit Glücksspielen fördert nur die Glücksspielsucht.

Werden Sie sich darüber klar, dass Sie an der Glücksspielsucht Ihres Angehörigen keine Schuld haben.
Jede Entscheidung zum weitern Spielen trifft der Spielende selbst.

Drohen Sie nicht mit Konsequenzen, die Sie nicht einhalten können. Kündigen Sie in der Auseinandersetzung nur Massnahmen an, die Sie auch tatsächlich durchsetzten können und wollen.

Überhäufen Sie den Spielenden nicht mit Vorwürfen. Reden Sie über Ihre Bedenken und Sorgen in einem Moment, in dem es Ihnen möglich ist, ruhig zu bleiben. Sie können dem Glücksspielsüchtigen auch die verschiedenen Hilfen aufzeigen. Signalisiert er die Bereitschaft; Hilfe beim Ausstieg aus der Glücksspielsucht anzunehmen, können Sie Ihm das Angebot machen, ihn beim Besuch einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe zu begleiten.

Quelle: BZgA