Computerspiele

Was sind Computerspiele?

Computerspiele oder „Games“ sind Videospiele, welche auf verschiedenen elektronischen Geräten (Computer, Konsole, Handy) – und auch online - gespielt werden.

Während in den Anfangsjahren die «Games» nur auf einzelnen Geräten verfügbar waren, eröffnete das Internet neue Möglichkeiten: Viele Personen aus der ganzen Welt können am gleichen Game teilnehmen. Man spricht von MMORPG’s («Massively Multiplayer Online Role Playing Games»).

Im Gegensatz zum “Gambling” (Glücksspiel) ist beim “Gaming“ der Aspekt der Geschicklichkeit oder Taktik in der Regel grösser als der des Glücks. Es geht nicht um den Gewinn von Geld, sondern darum, im Spiel oder als Gruppe Level um Level weiterzukommen.

Allerdings gibt es zunehmend Mischformen von Gaming und Gambling. In vielen Computerspielen kann man sich durch Zukauf von speziellen „Features“ im Spiel verbessern („Pay-to-Win“). Dabei werden vereinzelt Elemente aus Glücksspielen verwendet. Das Suchtpotential wird dadurch verstärkt. Da vor allem Jugendliche Videospiele spielen, ist diese Entwicklung sehr kritisch zu betrachten. Zudem könnten solche Elemente gegen das neue Geldspielgesetz verstossen und deren Anbieter gesperrt werden.

Lootboxen und Skin Gambling

  • Skins sind virtuelle Gegenstände oder Charaktereigenschaften, welche man für gewisse Games kaufen und teilweise weiterverkaufen oder tauschen kann.
  • Lootboxen sind „Kisten“ mit einer zufälligen Auswahl von Skins, welche zum Game dazugekauft werden können.
  • Skin Gambling: Skins können als Einsatz für Glücksspiele verwendet werden, sodass man auf diese Weise zusätzliche Skins oder Geld gewinnen kann.

 

Welche Games sind im Trend?

Gemäss www.jugendundmedien ist das beliebteste Game bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz zurzeit «Fortnite». An zweiter Stelle steht das Fussballspiel «FIFA». Bei den Kindern steht zudem „Minecraft“ hoch im Kurs, bei den Jugendlichen das Shooter-Game «Call of Duty», obschon es erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

Ein neueres Phänomen sind sogenannte „Let’s Play“-Videos von Gamern, welche ihre Spiele darin vorführen und dadurch zu YouTube-Kultfiguren geworden sind.

E-Sport-Veranstaltungen, an denen sich Gamer wettkampfmässig mit anderen messen, werden mittlerweile in grossen Stadien ausgetragen und live im TV übertragen.

Kinder- und Jugendschutz

Bei der Nutzung von Computerspielen durch Kinder und Jugendliche sind unbedingt die Altersempfehlungen und Inhaltskennzeichnungen zu beachten.

Eltern erhalten bei PEGI (Pan European Game Information) und USK Deutschland Infos zu Altersgrenzen und Inhalten:

In Österreich werden empfehlenswerte Spiele durch die Bundesstelle Bupp ausgezeichnet.

Zu beachten sind mögliche Kostenfolgen von Games:

Für „Pay-to-Play“-Spiele bezahlt man von Anfang an und löst ein Abo, wie bei „World of Warcraft“. In „Pay-to-Win“-Spielen wie „FIFA“ muss man sich Spielfortschritte erkaufen. Aber auch in „Free-to-Play“-Spiele sind oft nur die ersten Levels gratis oder es müssen später Features dazugekauft werden, um weiterzukommen.

Suchtpotential von Computerspielen

Es gibt 3 Faktoren, welche das Suchtpotential von Videospielen steigern:

  • die Unvorhersehbarkeit von Belohnungen
  • der Einbau von Glücksspielelementen (siehe oben)
  • sowie die soziale Interaktion im Game.

(Quelle: „Suchtfördernde Faktoren von Computer- und Internetspielen“, Universität Lübeck, 2017).

Umgekehrt kann man feststellen: Das Suchtpotential ist geringer, je mehr der Erfolg von den eigenen Fähigkeiten abhängt.

 

Spieleigenschaften oberhalb der roten Linie: höheres Suchtpotential
Spieleigenschaften unterhalb der roten Linie: geringeres Suchtpotential