Häufige Fragen

Bin ich schon süchtig?

Ich game täglich 3 Stunden, am Wochenende noch mehr. Ist das süchtig?

Die Zeit, die du mit Computerspielen verbringst, ist relativ hoch. Gemäss der James-Studie 2018 gamen die Schweizer Jugendlichen unter der Woche 1 Stunde und am Wochenende 2 Stunden pro Tag. Entscheidend ist aber, wie es dir sonst im Leben geht. Wenn du dich grundsätzlich glücklich fühlst, die Schule oder deinen Job gut meisterst, Kollegen und Freunde triffst, mit deiner Familie gut auskommst, dann ist dein Gamen noch im grünen Bereich. Es ist sozusagen eine Bereicherung für dein Leben. Anders wäre es, wenn du dich mit dem Gamen von Problemen ablenken und vor dem realen Leben zurückziehen würdest. Dann wäre das Computerspiel eine Art Ersatzbefriedigung und ein Zeichen einer Sucht. Wichtig ist, dass du dir über das Risiko bewusst bist: Dein relativ häufiges Gamen kann sich insbesondere dann zu einer Sucht entwickeln, wenn es dir nicht so gut geht.

Was mache ich gegen meine Sucht?

Ich bin gamesüchtig. Was soll ich machen?

Es ist schon ein grosser Schritt, sich einzugestehen, dass man süchtig ist. Wir empfehlen deshalb, Familie und enge Kollegen zu informieren. Dies bringt Erleichterung und Möglichkeiten der Unterstützung. Hast du schon probiert, dein Gamen einzugrenzen? Setze Zeitlimits und mache für jeden Tag einen Plan, wann du was erledigen willst. Überlege, wie du dich schützen kannst: Kannst du eine Sperre einrichten, das Internet ausschalten oder das Spielgerät vorübergehend abgeben? Welche anderen Dinge möchtest du anstelle des Gamens machen? Falls sich das Gamen schon negativ auf dein Leben ausgewirkt hat, zögere nicht, professionelle Hilfe anzunehmen, um die Ursachen deiner Gamesucht anzugehen.