Risiko- und Suchtpotenzial

Welche Computerspiele und Online-Angebote machen besonders stark abhängig?

Bestimmte Computerspiele und Angebote des Internets haben ein besonderes Potenzial, Nutzer/-innen sehr stark an sich zu binden.
Vor allem vier Bereiche sind bekannt für ein Suchtpotenzial:

  • Online-Games
    Betroffen sind vor allem männliche Jugendliche und Erwachsene.
  • Online-Kommunikation
    Zum Beispiel Chats, betroffen sind besonders Frauen.
  • Konsum von Sex- und Pornoseiten
    Der Anteil jüngerer Männer scheint hier besonders hoch zu sein.
  • Online-Glücksspiel
    Online-Casinos, Online-Automatenspiele, Sportwetten, etc.

Genauere Infos finden Sie unter Glücksspielsucht.

Weitere Zahlen und Fakten zur Digitalen Nutzung und deren Risiken und Folgen finden Sie bei Sucht Schweiz.

Das Suchtpotenzial von Computer- und Videospielen lässt sich mit Hilfe dieser Grafik grob einschätzen:

Oberhalb roter Linie: Spieleigenschaften mit höherem Suchtpotenzial
Unterhalb roter Linie: Spieleigenschaften mit geringerem Suchtpotenzial

Bei der Nutzung von Computer- und Videospielen von Kindern und Jugendlichen sind unbedingt die Altersempfehlungen und Inhaltskennzeichnungen zu beachten. Die Spiele werden durch das europaweit anerkannte Bewertungssystem für Spiele der Pan European Game Information (PEGI) bewertet. Beim Kauf von Computerspielen sehen Eltern anhand der Hinweise, ab welchem Alter ein Spiel geeignet ist und ob es Inhalte, Darstellungen und Funktionalitäten enthält, die für Kinder nicht geeignet sind. https://pegi.info/
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle - kurz USK Deutschland - vergibt Alterskennzeichen für Computer- und Konsolenspiele. www.usk.de
Weitere Empfehlungen unter www.jugend-und-medien.ch

Welches sind empfehlenswerte Spiele?

Es gibt verschiedene Organisationen und Websites, welche Orientierung bieten über die verschiedenen Online- und Videospiele und deren Eignung, im Speziellen für Kinder und Jugendliche.
Die Inhaber der Seite www.game-fokus.ch betreiben eine Gaming-Review Website mit Fokus auf Eltern. Ziel ist es, Eltern in der Sprache der Gamer Argumente für oder gegen Spiele in Diskussionen mit den Kids zu geben. Zu jedem getesteten Spiel werden darum zwei Fazits gezogen: Eines für Eltern und eines für Gamer.
Die österreichische Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) bietet Eltern und anderen Personen, die für ihre Kinder Spiele kaufen, eine Orientierungshilfe, indem sie empfehlenswerte Spiele auszeichnet (prädikatisiert). Siehe http://bupp.at/