Glücksspiele können abhängig machen. Auch online.

In der Schweiz zeigen 192’000 Personen ein risikohaftes Spielverhalten. Ein kleiner Teil davon gilt als spielsüchtig. Dabei gehen Spielende im Onlinebereich ein überdurchschnittlich hohes Risiko ein. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Online-Angebote sind permanent verfügbar, der Bezug zum realen Geld geht verloren und eine soziale Kontrolle fehlt. Die Konsequenzen einer Spielsucht sind verheerend, wie der ehemalige Betroffene A. berichtet: “Lange habe ich meine Sucht unterdrückt und verleugnet. Ich führte neben meiner Rolle als Familienvater ein Doppelleben und habe kaum mehr am Leben meiner Familie und meiner Freunde teilgenommen.” Neben Spielschulden, körperlichen und psychischen Beschwerden hat eine Spielsucht häufig auch Konsequenzen für das Familien- oder Berufsleben.

Vor diesem Hintergrund lanciert das interkantonale Programm Spielen ohne Sucht im Auftrag von 16 Deutschschweizer Kantonen eine digitale Sensibilisierungskampagne. Mit spannenden und leicht ironischen Kurzfilmen sollen die Risiken und das Suchtpotenzial von Online- Glücksspielen aufgezeigt werden. Dabei werden auch konkrete Tipps vermittelt, wie Spielende ihr Spielverhalten kritisch unter die Lupe nehmen können. “Sich Zeit- oder Geldlimiten setzen oder regelmässige Auszeiten nehmen sind Möglichkeiten, sich selbst zu schützen”, so Suchtexpertin Nadia Rimann von Spielen ohne Sucht . Für Betroffene und Angehörige steht via www.sos-spielsucht.ch ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot zur Verfügung.

Links zu den Videos
Nur noch Wetten im Kopf?
Nur noch den Jackpot im Kopf?
Nur noch Rubbeln im Kopf?

Check dein Spielverhalten: Tipps für Spielende

Spielertyp 1: “Ja klar, ich spiele nur ab und zu in meiner Freizeit”

● Hab trotzdem einen Plan: Lege vorher fest, wieviel Zeit und Geld du maximal ins Spielen

investieren möchtest. Was machst du mit Gewinnen? Setzt du sie wieder ein oder hörst

du auf zu spielen?

● Kenne das Spiel: Informiere dich vorher über die Gewinnchancen und

Spielmechanismen. Bei allen Schweizer Onlinecasinos kannst du im

Spielerschutz-Bereich persönliche Zeit- und Ausgaben-Limiten setzen.

● Nimm hin und wieder eine Auszeit: Leg dein Handy hin, steh von deinem Computer auf

und mach was Anderes. Pausen helfen, nicht im Spiel hängen zu bleiben und den Kopf

durchzulüften.

Spielertyp 2: “Na ja, ich spiel schon ziemlich viel”

● Hab trotzdem einen Plan: Lege vorher fest, wieviel Zeit und Geld du maximal ins Spielen

investieren möchtest. Was machst du mit Gewinnen? Setzt du sie wieder ein oder hörst

du auf zu spielen?

● Kenne das Spiel: Informiere dich vorher über die Gewinnchancen und

Spielmechanismen. Bei allen Schweizer Onlinecasinos kannst du im

Spielerschutz-Bereich persönliche Zeit- und Ausgaben-Limiten setzen.

● Nimm hin und wieder eine Auszeit: Leg dein Handy hin, steh von deinem Computer auf

und mach was Anderes. Pausen helfen, nicht im Spiel hängen zu bleiben und den Kopf

durchzulüften.

Spielertyp 3: “Ich weiss nicht, Spass macht es mir schon lange nicht mehr”

● Der Preis des Spielens: Jagst du dem grossen Gewinn hinterher und verlierst dabei

immer mehr? Wenn du dich beim Spielen nicht mehr amüsierst, ist dies ein Anzeichen

dafür, dass du die Kontrolle darüber verloren hast. Spielen ist für dich ein Zwang

geworden und du vernachlässigst wahrscheinlich deine Arbeit, deine Familie und deine

Freunde deswegen.

● Sperr dich selbst: Falls es dir zu viel wird und das Spielen dich belastet, kannst du dich

selbst sperren. Online kannst du selbst bestimmen, über welchen Zeitraum du dich

sperren willst.

● Suche Hilfe: Falls es dir wegen dem Spielen schlecht geht und du die Kontrolle verloren

hast. Lass dich beraten. Du kannst dich bei einer Beratungsperson im Wohnkanton

melden, oder dich anonym schriftlich oder telefonisch durch uns beraten lassen.